Kieferorthopädie für Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche bilden den größten Anteil unserer Patienten.

 

Man unterscheidet hier zwischen einer Frühbehandlung im frühen Wechselgebiss (ca. 6. - 9. Lebensjahr) und einer kieferorthopädischen Behandlung im späten Wechselgebiss (ca. 10. - 15. Lebensjahr).

 

Die Frühbehandlung hat nur ein begrenztes Behandlungsziel und dauert zwischen 1 - 1,5 Jahre. Hier geht es darum, nur bestimmte Zahn- oder Kieferfehlstellungen vorzeitig zu behandeln, damit das stark gestörte Zahn- oder Kieferwachstum wieder ungehindert stattfinden kann.

 

Der Normallfall ist die Behandlung im späten Wechselgebiss nach dem 9. Lebensjahr. Diese Behandlung dauert häufig ca. 3 bis 4 Jahre. Hier werden gezielt die pubertären Wachstumsvorgänge genutzt und zur Korrektur so gesteuert, dass zum Ende der Pubertät ideale Gebissverhältnisse vorliegen.

Die Behandlung im späten Wechselgebiss durchläuft in der Regel mehrere Behandlungsphasen, die aufeinander aufbauen. Man kann es vergleichen mit den Schuljahren - in der 1. Klasse lernt man einen anderen Lernstoff als in der 2. Klasse und die Inhalte bauen aufeinander auf.

 

1. Phase: Platzbeschaffung - falls der vorhandene Platz nicht für alle bleibenden Zähne ausreicht. Diese Phase dauert ca. 6 - 12 Monate, ist aber nicht immer erforderlich.

 

2. Phase: Steuerung des Wachstums von Ober- und Unterkiefer. Meistens wird ein Kiefer im Wachstum nach vorne gefördert und der andere gehemmt. Dauer ca. 10 bis 12 Monate.

 

3. Phase: Korrektur der einzelnen Zähne im Kiefer und Feineinstellung der Zähne vom Ober- und Unterkiefer zueinander. Hierfür eignet sich die festsitzende Zahnspange mit den Brackets am besten. Am Ende dieser Phase, die ca. 18 Monate dauert, stehen bei guter Mitarbeit alle Zähne ideal zueinander und das Gebiss ist auch optisch ein Genuss.

 

4. Phase: Stabilisierung und Erhaltung der erreichten Zahn- und Kieferstellung. Diese Phase ist sehr wichtig und unverzichtbar, da die Kiefer weiterhin wachsen. Würde man auf diese Phase verzichten oder sie zu kurz halten, gäbe mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Verschlechterung des Behandlungsergebnisses. Für diese Phase eignen sich besonders herausnehmbare kleine Zahnspangen für den Ober- und Unterkiefer. Zusätzlich wird ein schmales Weißgoldkettchen verwendet, das nicht sichtbar hinter die unteren Schneidezähne geklebt wird (siehe Foto unten).

 

 

Weitere Informationen zu unseren Zahnspangen erhalten Sie hier